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Welche schwerwiegenden Nebenwirkungen wurden unter der Pille beobachtet?

Schwere Komplikationen treten bei gesunden Frauen, die mit einer Pille verhüten, nur selten auf. Bei Frauen mit bestimmten Erkrankungen oder vorliegenden Risikofaktoren muss immer eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt vorgenommen werden. Vor allem, wenn beim Vorliegen bestimmter Risiken eine Pille angewendet wird, sollten regelmäßige Kontrolluntersuchungen vorgenommen werden, um schweren Komplikationen vorzubeugen.

Schwarz auf weiß

Lesen Sie bitte immer den Beipackzettel durch. Hier sind u. a. die Nebenwirkungen der Pille aufgelistet. Es mag sein, dass Sie das, was dort steht, abschreckt. Dazu müssen Sie wissen, dass auf einem Beipackzettel vom Gesetz her alle Reaktionen aufgeführt werden müssen, die bisher jemals bei der Einnahme des Präparates beobachtet wurden. Das bedeutet natürlich nicht, dass Sie all diese Erscheinungen auch spüren werden! Denn die heute gebräuchlichen, niedrig dosierten Pillen, sind in der Regel besser verträglich als die hochdosierten Präparate aus den Anfangsjahren der Pille.

Mögliche Hinweise auf schwere Komplikationen

Bei einigen Mädchen oder Frauen treten ernsthafte Probleme durch die Pille auf. Generell sollte aber auf folgende Warnsignale oder Symptome geachtet werden:

Wenn eines oder mehrere dieser Symptome oder Erkrankungen auftreten, muss die Pille sofort absetzt und der Frauenarzt konsultiert werden. Zwischenzeitlich sollte zur Verhütung eine Barriere-Methode, z.B. ein Kondom verwendet werden. Weitere Informationen zum Thromboserisiko finden Sie weiter unten (siehe unten) Auch wenn während der Einnahme Gegenanzeigen auftreten, auf die unter "Wann darf ich die Pille nicht nehmen?" (siehe unten) eingegangen wird, ist die Pille abzusetzen.

Weitere mögliche Nebenwirklungen, die gegebenenfalls ein Absetzen der Pille notwendig machen

Im Folgenden finden Sie weitere Informationen zu speziellen Nebenwirkungen, die ebenfalls auftreten können:

Befindlichkeitsstörungen

Es kommt vor, dass der Körper sich erst auf die Pille einstellen muss. Man verspürt dann vielleicht Übelkeit, Stimmungsschwankungen, Bauchschmerzen, ein Spannungsgefühl in den Brüsten oder Kopfschmerzen. Schon nach kurzer Zeit können diese Symptome verschwunden sein. Wenn sie aber besonders stark auftreten oder nach mehreren Einnahmezyklen immer noch bestehen, sollten Sie mit einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt sprechen.

Zwischenblutungen

Sie treten gelegentlich während der ersten Monate der Pilleneinnahme auf und sind normalerweise kein Grund zur Beunruhigung. Es ist ganz wichtig, dass die Pille weiterhin regelmäßig eingenommen wird, denn sonst wirkt sie nicht mehr zuverlässig und eine Schwangerschaft wird möglich. Wenn Zwischenblutungen über die Anpassungsphase hinaus anhalten oder nach längerer Zeit erstmalig auftreten, dann wenden Sie sich bitte an eine Frauenärztin oder einen Frauenarzt.

Ausbleiben der Regelblutung

Wenn die Regel ausbleibt, denken viele bestimmt als erstes, sie seien schwanger. Doch wenn die Pille jeden Tag etwa zur selben Zeit und ohne verlängerte Einnahmepause eingenommen wurde, wenn weder schwerer Durchfall noch Erbrechen aufgetreten sind und wenn keine anderen Arzneimittel eingenommen wurden, dann ist eine Schwangerschaft sehr unwahrscheinlich. Gab es aber Unregelmäßigkeiten bei der Einnahme und fand Geschlechtsverkehr statt, dann sollten Sie beim Arzt einen Schwangerschaftstest machen lassen.

Wann darf ich die Pille nicht nehmen? (Gegenanzeigen)

Ihr Frauenarzt bzw. Ihre Frauenärztin wissen es ganz genau

Es kommt gelegentlich vor, dass eine Frau die Pille nicht nehmen darf. Zum Beispiel wenn folgende medizinische Gründe vorliegen:

Darüber hinaus gibt es einige Situationen oder Erkrankungen, bei der eine besondere Vorsicht erforderlich ist, wenn eine Pille angewendet wird. Genaue Informationen dazu und zu besonderen Anwendungsbeschränkungen die speziell für Ihre Pille gelten, finden Sie jeweils im Beipackzettel Ihrer Pille.

Wenn einer oder mehrere dieser Gründe zutreffen oder sogar andere, seltenere Störungen vorliegen, sollten Sie sich ausführlich mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt darüber unterhalten. Sie/er erklärt gerne genauer, wann und warum genau die Pille nicht in Frage kommt.

Dann gibt es andere Verhütungsmethoden, die besser geeignet sind.

Die Pille und Krebs

Risiko von Blutgerinnseln (Thrombose/Thromboembolie)

Seit die Verhütungspille vor 50 Jahren auf den Markt kam, ist bekannt, dass kombinierte Kontrazeptiva (Pillen, Pflaster, Vaginalring und einige Injektionspräparate) das Risiko einer Thrombose (Blutgerinnsel) erhöhen können. Kombinationspräparate enthalten die Hormone Estrogen und Gestagen.

Eine Thrombose ist eine vaskuläre (die Blutgefäße betreffende) Erkrankung, bei der sich in einer Vene oder Arterie ein Blutgerinnsel (Thrombus) bildet und diese verstopft. In seltenen Fällen kann ein Thrombus von seinem Entstehungsort fortgeschwemmt werden (er heißt dann Embolus) und dem Blutstrom folgen, bis er in einem kleineren Blutgefäß steckenbleibt. Eine solche „Thromboembolie” kann zu verstopften Blutgefäßen in der Lunge führen: einer potentiell lebensbedrohlichen Situation.

Es gibt einen Unterschied zwischen Blutgerinnseln in Venen und solchen in Arterien. Arterielle (in einer Arterie befindliche) Thrombosen sind weniger häufig als venöse (in einer Vene befindliche) Thrombosen und können beispielsweise zu einem Schlaganfall oder Herzinfarkt führen.

Jedes kombinierte hormonelle Verhütungsmittel erhöht das Thromboserisiko

Viele der heute erhältlichen hormonellen Kontrazeptiva enthalten künstlich hergestelltes Estrogen und Gestagen. Das erhöhte Thromboserisiko wird vor allem dem Estrogen-Anteil zugeschrieben. Da Estrogen eine Rolle bei der Blutgerinnung spielt, führt ein höherer Estrogen-Anteil in einem Verhütungsmittel - ob Pille, Pflaster oder Vaginalring - zu einem höheren Thromboserisiko. Um dieses Risiko zu verringern, enthalten Kombinationspillen heute eine geringere Estrogendosis (15 bis 30 Mikrogramm).
Darüber hinaus wird das Thromboserisiko durch die verschiedenen Gestagenkomponenten in den einzelnen Pillenpräparate unterschiedlich beeinflusst. Im Beipackzettel Ihrer Pille finden Sie konkrete Hinweise zum Thromboserisikos des jeweiligen Präparates. Außerdem klärt Sie Ihr Frauenart/Ihre Frauenärztin über die Risiken, die von den einzelnen Präpartate ausgehen, auf. Wichtig zu wissen ist auch, dass das Risiko einer Thrombose nicht bei allen Frauen gleich hoch ist. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um zu erfahren, ob Sie ein erhöhtes Risiko haben.

Venöse und arterielle Thrombose / Thromboembolie

Wichtige Informationen über kombinierte hormonale Kontrazeptiva ("Pillen" und andere Verhütungsmittel mit Östrogenen und Gestagenen) und das Risiko für Blutgerinnsel

Alle kombinierten hormonalen Kontrazeptiva, wie auch das Ihnen verschriebene Präparat, erhöhen das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels. Das Gesamtrisiko für das Auftreten eines Blutgerinnsels unter Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums ist gering, allerdings können Blutgerinnsel schwerwiegend und in sehr seltenen Fällen sogar tödlich sein. Es ist besonders wichtig, dass Sie erkennen, wann Sie ein höheres Risiko für ein Blutgerinnsel haben und auf welche Anzeichen und Symptome Sie achten sollten, und welche Maßnahmen Sie dann ergreifen müssen.

Wann ist das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels am größten?

Wenn Sie rauchen und älter als 35 Jahre sind, wird Ihnen dringend geraten, mit dem Rauchen aufzuhören oder ein nicht-hormonales Verhütungsmittel anzuwenden.

Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe auf, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen oder Symptome bemerken:

Achten Sie aufmerksam auf die Symptome eines Blutgerinnsels, und fragen Sie Ihren Arzt nach Vorbeugungsmaßnahmen zur Verhinderung von Blutgerinnseln, besonders wenn Sie:

Denken Sie daran, Ihren Arzt einschließlich den behandelnden Chirurgen oder Krankenschwester darüber zu informieren, dass Sie ein kombiniertes hormonales Kontrazeptivum anwenden, wenn Sie:

Nähere Einzelheiten finden Sie in der Gebrauchsinformation oder unter "Wichtige Information"

Wenn Sie in Zusammenhang mit der Anwendung Ihres kombinierten hormonalen Kontrazeptivums vermuten, eine Nebenwirkung zu erleiden, können Sie dieses Ihrem Arzt oder Apotheker mitteilen oder direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, 53175 Bonn.

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