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Hormonring

Vaginalring, Scheidenring

Der Verhütungsring ist ein flexibler Kunststoffring mit einem Durchmesser von ca. 5 cm, der von der Frau selbst in die Scheide eingeführt wird und dort für drei Wochen bleibt. Er enthält ebenso wie die Kombinationspille und das Hormonpflaster ein Östrogen und ein Gestagen und wirkt im gesamten Körper (systemisch).

Beschreibung und Wirkweise

Die empfängnisverhütenden Hormone werden beim Verhütungsring über die Scheide aufgenommen und wirken danach ebenso wie beim Pflaster oder der Kombinationspille systemisch im gesamten Körper. Eine Kombination aus Östrogen und Gestagen sorgt dafür, dass der Eisprung ausbleibt bzw. gehemmt wird (Ovulations- oder Eisprunghemmung). Darüber hinaus verändern die Hormone des Hormonrings die Schleimkonsistenz im Gebärmutterhals, um ein Eindringen der Spermien in die Gebärmutter zu verhindern. Außerdem kommt es zu einer Veränderung der Gebärmutterschleimhaut, die das Einnisten einer befruchteten Eizelle verhindert. Nach drei Wochen kontinuierlicher Anwendung wird eine 7-tägige Pause ohne Ring eingelegt, in der normalerweise die Blutung einsetzt. Anschließend wird ein neuer Verhütungsring eingeführt, wobei die Einlage immer zur gleichen Zeit erfolgen sollte, da für eine optimale Verhütungssicherheit nur ein Zeitfenster von maximal 3 Stunden für die erneute Einlage besteht. Das bedeutet, auch wenn der Ring – falls er als störend empfunden wird – zum Geschlechtsverkehr entfernt wird, sollte er nach max. 3 Stunden wieder eingelegt werden, damit der Empfängnisschutz erhalten bleibt. Der Pearl-Index liegt zwischen 0,4 und 0,65.

Mögliche Vorteile des Hormonrings

Der Verhütungsring eignet sich für Frauen, die nicht täglich an Verhütung denken wollen. Da die Hormone nicht geschluckt werden, hat Erbrechen keinen Einfluss auf die Verhütungssicherheit. Wird der Verhütungsring nicht mehr angewandt, können Frauen sofort wieder ihrem Alter entsprechend schwanger werden.

Mögliche Nachteile des Hormonrings

Ähnlich wie die Kombinationspille oder das Pflaster ist auch der Verhütungsring nicht für Frauen mit bestehenden Gegenanzeigen für östrogenhaltige Präparate geeignet. Die Handhabung des Rings erfordert Übung, unter Umständen ist er beim Geschlechtsverkehr von beiden Partnern spürbar. Dann kann in Ausnahmefällen der Verhütungsring für maximal 3 Stunden entfernt werden, danach muss er jedoch wieder kontinuierlich 24 Stunden eingelegt bleiben, um seine Wirkung nicht zu verlieren. Wenn der Verhütungsring bei Raumtemperatur (nicht über 30°C) aufbewahrt wird, darf er vier Monate nach dem Abgabedatum der Apotheke nicht mehr verwendet werden. Bei ununterbrochener Lagerung im Kühlschrank gilt das Verfallsdatum auf der Verpackung. Da die Hormone des Rings systemisch, also im ganzen Körper wirken, kann ein Einfluss von Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall auf die Verhütungssicherheit nicht ganz ausgeschlossen werden. Auch auf ein mögliches Versagen bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter Antibiotika wird hingewiesen. In solchen Situationen wird die zusätzliche Anwendung einer Barrieremethode (z.B. Kondom) empfohlen.

Über die Risiken und Nebenwirkungen informiert Sie Ihr Frauenarzt/Ihre Frauenärztin.

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